Systemischer Ansatz
Als eigenständiges Psychotherapieverfahren ist die Systemische Therapie neben der analytisch oder tiefenpsychologisch orientierten Psychotherapie sowie der Verhaltenstherapie, das vierte anerkannte Richtlinienverfahren in der Behandlung von psychischen Erkrankungen.
In erster Linie ist die Systemische Therapie gesprächs- und verhaltensorientiert ausgerichtet.
Ziel der Interventionen ist es, den Selbstwert sowie die Autonomie des Einzelnen sowie seiner Familie oder seinem Paarsystem zu stärken.
Wie es der Name bereits sagt, basiert der Grundgedanke der Systemischen Therapie darauf, dass Menschen sich in Systemen bewegen und bewusst sowie unbewusst aufeinander reagieren.
Ein System kann eine Familie, ein Freundeskreis oder auch das Kollegium bei der Arbeit sein.
So werden Verhaltensmuster oder auch Problemmuster nicht als Störung eines Einzelnen angesehen, sondern als Beziehungsgefüge des Umfeldes eines einzelnen Menschen betrachtet.
Es geht demnach um Anpassung einer Person innerhalb des Systems. So werden Psychische Krankheiten oder Auffälligkeiten als Störung einer Systemanpassung definiert bzw. deuten auf ein „krankhaftes“ oder „ungesundes“ System hin. Häufig sind es zum Beispiel Kinder, die durch verschiedene Symptome (bspw. Aggressives Verhalten, Trotz, Sozialer Rückzug) auf eine „Störung“ im System hinweisen.
So betrachtet die systemische Perspektive die Wechselwirkung eines Individuums zwischen den biologischen und psychischen Eigenschaften einerseits und den sozialen Bedingungen des Lebens andererseits.
Der Mensch wird in seiner Lebenssituation ganzheitlich erfasst- Verhalten wird stets im Kontext betrachtet.
Kontakt
Alina Prinz
M.Sc.-Psychologin
Systemische Therapeutin
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